Schule ohne Rassismus – ein besonderer Tag an der MLKG
Was bedeutet eigentlich Respekt? Wie fühlt sich Ausgrenzung an – und was können wir alle dagegen tun? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich unsere Schüler*innen heute beim jährlichen Schule-ohne-Rassismus-Tag an der MLKG.
Ein Tag, der zum Nachdenken anregte, Perspektiven eröffnete und Mut machte, Haltung zu zeigen. Alle Klassen nahmen an abwechslungsreichen Workshops, Exkursionen und weiteren Angeboten teil. Auch Filme boten immer wieder Anlass für Austausch und Diskussion.
Der 5. Jahrgang setzte sich intensiv mit dem Leben und Wirken von Dr. Martin Luther King auseinander und setzte dieses Wissen kreativ in einer Rallye um.
Der 6. Jahrgang beschäftigte sich mit dem Thema Leben mit Handicaps. Wie fühlt es sich an, schlecht zu sehen oder nicht hören zu können? In Themenräumen zu Blindheit und Gehörlosigkeit konnten die Schüler*innen dies selbst erfahren – etwa durch Spiele, spezielle Brillen, die den Grauen Star simulierten, oder erste Versuche in der Gebärdensprache.
Im 7. Jahrgang ging es um Demokratie und Diskriminierung: Was heißt Mitbestimmung eigentlich im Alltag – und wo begegnet uns Ungerechtigkeit? Diese Fragen wurden gemeinsam diskutiert und reflektiert.
Der 8. Jahrgang besuchte die Synagoge in Bochum und erhielt eindrucksvolle Einblicke in jüdisches Leben heute. Einige Klassen nahmen zusätzlich an Workshops zu Vorurteilen und Diskriminierung teil – ein wichtiger Schritt, um Klischees zu erkennen und abzubauen.
Die 9. Klassen setzten sich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinander. Wie entstehen extremistische Denkweisen, warum sind sie gefährlich und wie kann man ihnen im Alltag entschieden entgegentreten?
Der 10. Jahrgang arbeitete in Workshops zu Homo- und Queerfeindlichkeit und beschäftigte sich mit Fragen von Identität, Akzeptanz und einem respektvollen Miteinander.
Die EF besuchte die Dortmunder Steinwache und setzte sich dort intensiv mit der NS-Verfolgung auseinander – Geschichte, die unter die Haut ging.
Die Q1 war im Fußballmuseum und arbeitete zum Thema Fußball und Nationalsozialismus – jüdischer Fußball in Deutschland. Wie politisch kann Sport sein? Die Antworten waren ebenso spannend wie bewegend.
Die Q2 nahm ebenfalls an einem Angebot der Dortmunder Steinwache teil und vertiefte ihr Wissen zum Thema Dortmund und der Holocaust.
Ein Tag voller wichtiger Fragen, neuer Erkenntnisse und eindrucksvoller Erfahrungen – und ein starkes Zeichen dafür, dass Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage an der MLKG nicht nur ein Titel ist, sondern gelebter Alltag.